Schweden: neue Regelungen zu Sportwetten und Anti-Wettbetrug

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Die schwedische Glücksspielaufsicht Spelinspektionen hat neue Vorschriften bezüglich Sportwetten und der Prävention von Wettbetrug formuliert. Die neuen Regelungen, die ab dem 1. Januar 2021 in Kraft treten sollen, hat die Behörde am Dienstag auf ihrer Webseite publiziert [Seite auf Schwedisch].

So soll es Buchmachern künftig nicht mehr gestattet sein, Wetten auf Verstöße oder daraufhin ausgestellte Strafen innerhalb von Spielen anzubieten. Konkret betreffe das beispielsweise Elfmeter, gelbe oder rote Karten sowie Platzverweise.

Laut Spelinspektionen seien diese Form der Wetten besonders anfällig für Manipulation, da diese Art der „negativen“ Spielergebnisse nicht auf sportlicher Leistung basierten, sondern leicht absichtlich erfolgen könnten.

Schwedens Buchmacher sind dazu verpflichtet, über mutmaßliche Manipulationsversuche und Fälle von Wettbetrug Protokoll zu führen. Ein entsprechender Bericht muss innerhalb des erstens Quartals jedes Jahres bei der Spelinspektionen vorgelegt werden, welche die gelisteten Fälle dann prüft.

Großes Manipulationsrisiko im Fußball?

Der Fußball sei als Sport besonders anfällig für Manipulationsversuche und Wettbetrug, weshalb die Sportwetten hier besonders strikt geregelt werden müssten. So grenzt die Behörde die Zahl der Ligen und Turniere weiter ein, auf die Wetten angenommen und platziert werden dürfen.

Wetten auf den schwedischen Fußball dürfen künftig nur noch auf Spiele der obersten vier Fußballigen angeboten werden. Für Wetten betreffend Ligen anderer Länder, beispielsweise auf Spiele der deutschen Bundesliga oder der englischen Premier League, gelte dies nicht, da hier kein von Schweden ausgehendes Manipulationsrisiko erkannt werde.

Wetten auf Freundschaftsspiele oder Trainingsspiele seien nur im Fall der U-21-Nationalmannschaft sowie der A-Nationalmannschaft erlaubt. Grundsätzlich verboten sei jedoch das Wetten auf Leistungen oder Spielergebnisse, in die minderjährige Spieler involviert seien.

Kritik an Schwedens strengen Regeln

Seit Inkrafttreten des schwedischen Glücksspielgesetzes am 1. Januar 2019 hat die Regierung des Landes die geltenden Glücksspielgesetze mehrmals verschärft. Berichten zufolge sei im Rahmen des SBC Summit Barcelona diesbezüglich in der letzten Woche Kritik aufgekommen.

Laut Morten Ronde, Anwalt und Geschäftsführer von Nordic Gambling, einer auf skandinavisches Glücksspielrecht spezialisierten Kanzlei, funktioniere der dänische Glücksspielmarkt im Vergleich zum schwedischen etwas besser.

Zwar hätten beide Gesetzgebungen viel gemeinsam, doch seien die Regeln in Schweden bezüglich Bonus- und Einzahlungslimit deutlich strikter. Das gefährde den fairen und legalen Wettbewerb auf dem Markt.

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